Seassary-Törn#1: Willemstad – Rotterdam

Sonntag, 25.7.2021: Um 9.45 heißt es Leinen los für die Seassary. Über Hollands Diep geht es via Dordrecht, was wir nach 2,5 Stunden Fahrt passieren über die Noord Richtung Rotterdam.

Hier haben wir eigentlich einen Platz im Veerhaven reserviert – zumindest liegt uns die schriftliche Bestätigung vor. Um so größer die Überraschung, dass dort alles voll ist. Der nette Hafenmeister erlaubt uns, an einem großen Stahlboot – Ex-Berufsschiff – festzumachen. Durch das unruhige Wasser, welches die dort haltenden Watertaxis verursachen, stellt sich der Platz als mit den Hunden nicht machbar heraus. Also verabschieden wir uns höflich und fahren noch einmal unter der Erasmusbrug hindurch stromaufwärts. Der Hafenmeister des JH De Admiraliteit hat uns einen Platz zugesichert. Mit dem Heck zum Steg legen wir an und der Regen wieder los.

Alles in allem ein schöner Liegeplatz, jedoch keinerlei Versorgung bis auf abenteuerlich verlängerte, aber funktionierende Landstromanschlüsse. Keine sanitären Anlagen, kein WLAN, Supermarkt und Metro direkt in der Umgebung. Wasser gibt es zwar, jedoch ist die Zapfstelle selbst mit verlängertem Schlauch zu weit entfernt. Im Laufe der Woche fällt daher bei den nicht bootsfahrenden und an Bord gebliebenen Familienmitgliedern die Entscheidung, mit der Gießkanne zu tanken. Immerhin ist dies deutlich komfortabler als während eines Waumobil-Urlaubs in Ostfriesland. Bei den frostigen Temperaturen an Karneval 2021 waren dort alle Zapfstellen geschlossen und somit musste damals Wasser aus PET-Flaschen herhalten, um zumindest die gröbsten hygienischen Bedürfnisse stillen zu können. Wie komfortabel da doch das Boot ist!

Der Skipper geht von Bord und reist mit dem OV zurück nach Deutschland, der Rest der Familie ist nach einer Woche City-Urlaub und permanentem Wechsel zwischen etwas Sonne und viel Regen froh, daß es dann weiter geht.

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