
Montag, 2.8.2021: Eigentlich sollte unser Törn Richtung Norden über die Nordsee gehen – eine Route, die wir auch schon längst gefahren sind. Texel oder Den Oever, um von dort aus das Ijsselmeer zu erreichen, sind als Ziel geplant. Um 8.00 heisst es wieder Leinen los und mit Blick auf die Tide haben wir zwei Stunden gegen den Strom geplant, um dann mit der Strömung und vor allem mit dem Texelstroom fahren zu können.
Doch bereits kurz vor der Passage der Hafenmole merken wir, dass der Wind auffrischt und gedreht hat. Es rollt ganz anständig und als der Bug dann in die Wellen stampft merken wir, dass 16 Tonnen Stahl sich doch anders bewegen als zuvor das doppelte Gewicht mit einem Multi-Knickspant-Rumpf. Da es Urlaub sein soll entscheiden wir, umzudrehen und das Ijsselmeer von binnen anzusteuern.
Wir hatten definitiv vor der Entscheidung über Stabilisatoren einmal die Seegängigkeit testen wollen, was nun erfolgt ist. Und die Entscheidung ist klar – da die Vorrüstung für Stabilisatoren bereits verbaut ist, kommen diese sicherlich noch ans Boot.
Der Rest ist schnell beschrieben: 8.50 in die Schleuse, 11.40 Wartesteiger der Oranjesluizen bei Amsterdam und dann über das Markermeer und kurzen Aufenthalt am dortigen Wartesteiger um 17.10 letzter Schleusenvorgang des Tages. Im Compagnieshaven bekommen wir die letzte noch freie Box – optimal für die Hunde und mit obigem schönem Ausblick auf V-Steiger. Allerdings gestaltet sich die Anfahrt nicht so leicht bei mässigem Wind und relativ eng stehenden Dalben.
Die Entscheidung fällt nun, einen Hafentag einzulegen und das schöne Städtchen zu geniessen… und ein wenig Zeit für die Übertragung der olympischen Wettkämpfe aus Tokio zu haben.
