
Mittwoch, 7. August 2019: Es folgt der kürzeste Schlag, den wir jemals gefahren sind! Auch wenn Blankenberge von vielen als vielleicht schönster Ort gelobt wird, sind wir neugierig auf einen anderen Hafen….
Auch hier jedoch noch einmal erwähnenswert: die Hilfsbereitschaft der Hafenmeisterei: Die sanitären Anlagen sind das sauberste, was wir je gesehen haben. Neben jedem Waschbecken liegen jedoch auch Mikrofasertücher mit Aufforderungscharakter…

Genau das Gegenteil ist die Abfallentsorgung – nie vermutet hätte man, daß man durch den Garten eines Restaurants gehen muss, um dort die entsprechenden Container zu finden. Die Versorgung ist gut, direkt am Hafen befindet sich ein Aldi-Supermarkt – hier gibt es wirklich gute, günstige frische Brötchen! Fleisch etc. ist jedoch zu unserer Verwunderung überhaupt nicht erhältlich, dies bekommt man frisch und in wirklich guter Qualtiät direkt nebenan beim Metzger.
Das Ablegen gestaltet sich etwas schwierig: Die Boxengassse ist eng, wir sind am Ende der Gasse in einer Box und manövrieren eigentlich eher nicht so gut rückwärts, was an den Eigenschaften des Bootes liegt. Also erster Plan Ablegen mit Eindampfen in eine Achterleine. Dies passt jedoch nicht, da inzwischen ein Nachbarlicher mit enormem Bugspriet da ist. Also umdisponieren und über eine Vorspring achteraus heraus aus der Gasse. Das freundliche Angebot der Hafenmeisterin zur Hilfe (sie könne uns einen Schubs geben, das könne sie sehr gut) haben wir jedoch abgelehnt. Erstaunlich, was diese Frau so alles macht. Allerdings kennt sie mit ihrem Fahrrad auf den Stegen auch weder Klingel noch Geschwindigkeitsbeschränkung 😉
Um 10.40 geht es damit los Richtung Zeebrugge…

Wir laufen wieder bei ungünstiger Tide aus, das Ziel ist jedoch schon direkt sichtbar… Diesmal weht es allerdings mit 6 bft, so daß die Junior-Crew fast lieber den Weg an Land gemacht hätte (der im übrigen nur ein Drittel der Strecke ausgemacht hätte).
Die Anmeldung über Zeebrugge Port Control (VHF 71) läuft problemlos und wir dürfen sofort passieren. Vorbei an den Containerkränen und der Aida Perla sowie einem Marinestützpunkt geht es Richtung Westhinder-Marina. Diese liegt versteckt und geschützt direkt am Fischereihafen. Der Hulp-Havenmeester erwartet uns und hilft ebenfalls wieder beim Anlegen, was eigentlich gar nicht nötig ist. Wir haben einen Liegeplatz am äussersten Ende der Marina am Kopfsteg, was vor allem für Sturdy, die alte Hundedame sehr angenehm ist, kann sie doch hier auf dem Steg liegen und alles beaufsichtigen ohne jemanden zu stören. Die Fahrzeit bis hier her war vom Ablegen bis zum kompletten Fest-Liegen gerade einmal 1,5 Stunden.

Wir besichtigen die Umgebung und beschließen recht schnell, Cadzand als letzten der Küstenhäfen auszulassen und statt dessen einen Tag länger zu bleiben…
Zusammenfassung: Blankenberge – Zeebrugge: 1,5 Std. Fahrzeit
Geschwindigkeit max. 7,2 kts bei max. 2000 rpm und max. 6 bft
